Bei einem Gewinn¬≠spiel han¬≠delt es sich um eine Auf¬≠for¬≠de¬≠rung zur Teil¬≠nah¬≠me an einem Spiel. Den Gewin¬≠ner w√§hlt man durch Zufalls¬≠ele¬≠men¬≠te aus. Allein durch die Teil¬≠nah¬≠me wird der Gewinn erm√∂g¬≠licht. Fest¬≠ge¬≠legt sind daf√ľr Teil¬≠nah¬≠me¬≠be¬≠din¬≠gun¬≠gen, die defi¬≠nie¬≠ren, wer teil¬≠neh¬≠men darf oder was der¬≠je¬≠ni¬≠ge tun muss, um etwas zu gewin¬≠nen. Nach der Teil¬≠nah¬≠me folgt die Gewinn¬≠be¬≠nach¬≠rich¬≠ti¬≠gung, die zum Bei¬≠spiel per E-Mail erfolgt. Mit¬≠un¬≠ter kann die Teil¬≠nah¬≠me auch mit beson¬≠de¬≠ren Kos¬≠ten ver¬≠bun¬≠den sein.

Der Ver¬≠an¬≠stal¬≠ter ist nicht ver¬≠pflich¬≠tet, Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen dar¬≠√ľber zu geben, wie hoch die Gewinn¬≠chan¬≠cen sind. Es ist nicht not¬≠wen¬≠dig, auf die Anzahl der m√∂g¬≠li¬≠chen Gewin¬≠ne und ihren Wert hin¬≠zu¬≠wei¬≠sen. Vie¬≠le Ver¬≠an¬≠stal¬≠ter wol¬≠len ihre Gewinn¬≠m√∂g¬≠lich¬≠kei¬≠ten bekannt geben, das Spiel an Attrak¬≠ti¬≠vi¬≠t√§t gewinnt. Meist ist es mit der Ziel¬≠set¬≠zung eines Unter¬≠neh¬≠mens ver¬≠bun¬≠den, Wer¬≠bung zu machen. Ein ande¬≠res Ziel besteht in der Samm¬≠lung von Daten. In der Regel ist kein finan¬≠zi¬≠el¬≠ler Ein¬≠satz erfor¬≠der¬≠lich. Es d√ľr¬≠fen kei¬≠ne Ver¬≠tr√§¬≠ge, wie zum Bei¬≠spiel Abo¬≠fal¬≠len im Zusam¬≠men¬≠hang ste¬≠hen. Dann han¬≠delt es sich nicht mehr um ein Gewinn¬≠spiel.

Bei¬≠spie¬≠le f√ľr Gewinn¬≠spie¬≠le sind:

Unter¬≠neh¬≠men ver¬≠su¬≠chen, mit dem die Daten ihrer Ziel¬≠grup¬≠pe zu ermit¬≠teln und f√ľr Direkt¬≠mar¬≠ke¬≠ting zu nut¬≠zen. Mit ihnen gewinnt das Unter¬≠neh¬≠men auch die Auf¬≠merk¬≠sam¬≠keit in sozia¬≠len Netz¬≠wer¬≠ken. Manch¬≠mal besteht die M√∂g¬≠lich¬≠keit, dass Per¬≠so¬≠nen eine Gewinn¬≠mit¬≠tei¬≠lung bekom¬≠men, obwohl sie nicht teil¬≠ge¬≠nom¬≠men haben. Aus die¬≠sem Grund ist es sinn¬≠voll vor¬≠her eige¬≠ne Recher¬≠chen anzu¬≠stel¬≠len, damit man hier nicht in eine Fal¬≠le ger√§t. Web¬≠sei¬≠ten bie¬≠ten in der Regel Hil¬≠fe¬≠sei¬≠ten zur Unter¬≠st√ľt¬≠zung an. Der Adres¬≠sat kann die Erf√ľl¬≠lung des Gewinn¬≠ver¬≠spre¬≠chens ein¬≠for¬≠dern, wenn die Vor¬≠aus¬≠set¬≠zun¬≠gen f√ľr die Gewinn¬≠zu¬≠sa¬≠ge nach ¬ß 661a erf√ľllt sind. Vie¬≠le Unter¬≠neh¬≠men nut¬≠zen die¬≠se M√∂g¬≠lich¬≠keit als Mar¬≠ke¬≠ting¬≠in¬≠stru¬≠ment, weil zum Bei¬≠spiel Fir¬≠men¬≠ju¬≠bi¬≠l√§¬≠en oder neu¬≠en Pro¬≠duk¬≠ten, die ein¬≠ge¬≠f√ľhrt wer¬≠den.

Oft wird eine Fra¬≠ge ein¬≠ge¬≠setzt. Beim Aus¬≠w√§h¬≠len der Fra¬≠ge kann die¬≠se f√ľr den Erfolg des Wer¬≠be¬≠ge¬≠winn¬≠spiels ma√ü¬≠geb¬≠lich sein. Mit ihr l√§sst sich bei¬≠spiels¬≠wei¬≠se die Teil¬≠neh¬≠mer¬≠zahl beein¬≠flus¬≠sen. Die Fra¬≠ge muss f√ľr die Teil¬≠neh¬≠mer einen Anreiz dar¬≠stel¬≠len. Je ein¬≠fa¬≠cher die Fra¬≠ge ist, des¬≠to mehr poten¬≠ti¬≠el¬≠le Teil¬≠neh¬≠mer machen mit. Ist die Auf¬≠ga¬≠be nicht schwie¬≠rig genug, stellt jedoch kei¬≠ne Her¬≠aus¬≠for¬≠de¬≠rung dar, was man¬≠che Teil¬≠neh¬≠mer abschreckt. In dem Fall sehen sie Ihre eige¬≠ne Intel¬≠li¬≠genz infra¬≠ge gestellt, was nicht von Vor¬≠teil ist. Es ist kein Gl√ľcks¬≠spiel, da es kei¬≠nen Ein¬≠satz erfor¬≠dert. Bis 2002 war es not¬≠wen¬≠dig f√ľr die Durch¬≠f√ľh¬≠rung in der Recht¬≠spre¬≠chung eine beh√∂rd¬≠li¬≠che Erlaub¬≠nis ein¬≠zu¬≠ho¬≠len. Erst mit der Gam¬≠bel¬≠li-Ent¬≠schei¬≠dung (EuGH Urteil vom 6.11.2003. Az.: C-243/0) √§nder¬≠te sich das.

Fol¬≠gen¬≠des recht¬≠li¬≠chen Vor¬≠aus¬≠set¬≠zun¬≠gen m√ľs¬≠sen gege¬≠ben sein:

  • teil¬≠nah¬≠me¬≠be¬≠rech¬≠tig¬≠te Per¬≠so¬≠nen und Teil¬≠nah¬≠me¬≠aus¬≠schl√ľs¬≠se m√ľs¬≠sen ange¬≠ge¬≠ben wer¬≠den
  • er Ver¬≠an¬≠stal¬≠ter des muss bekannt sein
  • es gibt ein Teil¬≠nah¬≠me¬≠zeit¬≠raum, ein Ein¬≠sen¬≠de¬≠schluss, und Ent¬≠zie¬≠hungs¬≠da¬≠tum
  • Es wer¬≠den Anga¬≠ben dar¬≠√ľber gemacht, wie man teil¬≠neh¬≠men kann
  • es gibt einen Gewinn, eine Gewinn¬≠ermitt¬≠lung und eine Gewinns¬≠be¬≠nach¬≠rich¬≠ti¬≠gung
  • es muss klar sein, dass es sich um ein Gewinn¬≠spiel han¬≠delt
  • Es gibt ent¬≠spre¬≠chen¬≠de Daten¬≠schutz¬≠hin¬≠wei¬≠se und die Ein¬≠wil¬≠li¬≠gung mit ein¬≠ge¬≠holt